Urheberrecht

Abmahnung der Koch Media GmbH durch die .rka Rechtsanwälte

Mir liegt derzeit eine Abmahnung der Kanzlei .rka Rechtsanwälte für die österreichische Koch Media GmbH aus dem Jahr 2015 vor.

Grund der Abmahnung war ein angeblicher Urheberrechtsverstoß durch das Anbieten des Computerspiels „Risen 3 – Titan Lords“ im Rahmen des Filesharings. Die .rka Rechtsanwälte forderten neben der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, einen Schadensersatz für das unrechtmäßige Anbieten des Werkes sowie die Erstattung der Anwaltskosten der Abmahnung aus einem Streitwert von 15.000,00 Euro.

Diesen Forderungen sollten nicht ungeprüft nachgekommen werden. Nicht selten besteht in solchen Fällen überhaupt kein Anspruch auf Abgabe einer Unterlassungserklärung oder gar Kostenerstattung. Insbesondere wenn die vermeintliche Urheberrechtsverletzung durch Dritte begangen wurde bestehen gute Aussichten sich gegen die Abmahnung zu wehren.

Kopf in den Sand ist nicht die Lösung

Der vorliegende Fall zeigt jedoch mehr als deutlich, dass es genau die falsche Taktik wäre, die Abmahnung komplett zu ignorieren. Dies hat die Betroffene im vorliegenden Fall nämlich getan, was dazu führt, dass die .rka Rechtsanwälte ein gerichtliches Verfahren hinsichtlich der Kosten eingeleitet haben, welches im Endeffekt das Kostenrisiko der Rechtsverteidigung erheblich steigen ließ. Diese Eskalation hätte bei rechtzeitiger Beratung durchaus verhindert werden können.

Im schlimmsten Fall hätten die .rka Rechtsanwälte auch noch den Unterlassungsanspruch mit eingeklagt. In dem Fall wären das Kostenrisiko des Verfahrens für die Betroffene auf annähernd 5.000,00 Euro angestiegen.

Eine frühzeitige Einzelfallprüfung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt ist daher in solchen Fällen immer ratsam.

Weitere Informationen zum generellen Verhalten bei Abmahnungen finden Sie hier.

Beitragsbild: @Robert Kneschke – fotolia.com