Wettbewerbsrecht

OLG Frankfurt a.M. – Testergebnis ohne Fundstelle ist irreführende Werbung

In einem kürzlich gefällten Urteil des OLG Frankfurt a.M. Az.: 6 U 182/14 hat das Gericht entschieden, dass die Werbung mit einem Testergebnis ohne die Angabe einer konkreten Fundstelle irreführend ist. Der Verbraucher könne andernfalls nicht erkennen, ob ein solches Testergebnis tatsächlich vorliegt. Ohne die Angabe der Fundstelle sei der Verbraucher nicht in der Lage eine informierte geschäftliche Entscheidung zu treffen.

Die Fundstellenangabe kann bei einer Werbung im Internet durch einen Link auf das entsprechnede Testergebnis ersetzt werden. Fehlt eine solche, liegt ein Verstoß gegen § 5a Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UWG vor. In solch einem Fall ist es auch unerheblich, ob der Händler das entsprechende Testergebnis tatsächlich erhalten hat.